Beirat

Der Beirat des Forums Offene Religionspolitik e.V. berät den Vorstand in Sachfragen. Er besteht aus Personen, die sich durch ihre wissenschaftliche Tätigkeit, durch ihr künstlerisches, publizistisches und politisches Wirken um die Ziele und Zwecke des Vereins besondere Verdienste erworben haben. Die Mitglieder des Beirats werden durch den Vorstand berufen. Dem Beirat gehören an:

Dr. Michael Blume

Dr. Michael Blume Beirat Forum Offene Religionspolitik

„Als junger Vorsitzender einer christlich-islamischen Gesellschaft schloss ich einst einen Vortrag, als sich eine ältere Dame erhob und mir etwas mitgab: „Sie han ja vielleicht Recht mit derre Toleranz und Dialog. Aber Sie müssed mi scho au verstande: Jetzt han I mi grad an die Katholike gwöhnt – da kommed Sie mit denne Moslems!“ Mir wurde damals bewusst, wie rasend schnell sich unsere religiöse Landschaft verändert: An Stelle von konfessionell einheitlichen Gebieten ist binnen zweier Generationen eine wachsende Vielfalt an Religionen und Weltanschauungen getreten. Und während die Säkularisierung aufgrund existentieller Sicherheit fortschreitet, haben Religiöse im Durchschnitt wiederum mehr Kinder – so dass ergrauende, säkulare Milieus zunehmend ratlos bunt-religiösen Jugend- und Protestkulturen gegenüberstehen. Europa braucht also dringend Foren, in denen sich religiöse und nichtreligiöse Menschen respektvoll austauschen und die gemeinsamen Grundlagen für das Zusammenleben weiterentwickeln. Deswegen braucht es das Forum Offene Religionspolitik e.V., deswegen unterstütze ich das FOR.“

Dr. Michael Blume, Religionswissenschaftler, Buchautor und Blogger

Helmut Fink

Helmut Fink Forum Offene Religionspolitik

„Am Forum offene Religionspolitik schätze ich besonders, dass es ein von den etablierten Großparteien lange vernachlässigtes Politikfeld von hoher gesellschaftlicher Relevanz anpackt: Faire Regeln für die weltanschauliche Vielfalt! Dabei heißt „offen“ sowohl undogmatisch im Auftreten als auch aufgeschlossen für Veränderungen im Religions- und Weltanschauungsrecht. Besonders erhoffe ich mir eine echte Gleichstellung der säkularen und humanistischen mit den religiösen Gemeinschaften. Auch der Dialog zwischen Glaubenden und Nichtglaubenden kann vom Forum wichtige Impulse empfangen.“

Helmut Fink, Vorsitzender des Koordinierungsrates säkularer Organisationen (KORSO) e.V., Vizepräsident des Humanistischen Verbandes Deutschlands (HVD), Präsident des HVD Bayern K.d.ö.R.

Dr. Ralf Grünke

Dr. Ralf Grünke Beirat Forum Offene Religionspolitik

„Neben den mitgliederstarken Kirchen und Gemeinschaften prägen zahlreiche Spielarten und besondere Prägungen der Weltreligionen sowie ganz eigene Bewegungen die religiöse Landschaft. Eine offene Gesellschaft wie die unsere muss sich fragen lassen, wie sie denjenigen begegnet, die anders glauben oder anders leben, ohne dabei demokratische Spielregeln zu verletzen. Das Forum Offene Religionspolitik setzt sich für die Gleichberechtigung aller Religionsgemeinschaften ein.“

Dr. Ralf Grünke, Politikwissenschaftler, kirchlicher Pressereferent

Eren Güvercin

Eren Güvercin Beirat Forum Offene Religionspolitik

„Das FOR hat in der Vergangenheit mit klugen Analysen und Kommentaren die Debatte über die Rolle und den Platz der Religion in unserer Gesellschaft wichtige Impulse gesetzt. Es ist wichtig heute nüchtern über die Herausforderungen zu diskutieren, mit denen die unterschiedlichen Religionsgemeinschaften konfrontiert sind, ohne Hysterie aber auch ohne möglichen Konflikten aus dem Weg zu gehen. Gerade die muslimischen Religionsgemeinschaften stehen derzeit im Fokus religionspolitischer Debatten. Da ist der Austausch mit anderen Religionsgemeinschaften über religionsverfassungsrechtliche Fragen von enormer Bedeutung. Da leistest das FOR wichtige Arbeit.“

Eren Güvercin, freier Journalist und Publizist

Dr. Georg Neureither

Dr. Georg Neureither Beirat Forum Offene Religionspolitik

„Das Bundesverfassungsgericht hat die Neutralität des Staates in Angelegenheiten der Religion und Weltanschauung in die „goldenen Worte“ gefasst: „Das Grundgesetz legt … nicht etwa einen ‚ethischen Standard‘ im Sinne eines Bestandes von bestimmten weltanschaulichen Prinzipien fest, etwa ‚nach den Maximen, die sich bei den heutigen Kulturvölkern auf dem Boden gewisser übereinstimmender sittlicher Grundanschauungen im Laufe der geschichtlichen Entwicklung herausgebildet haben‘… Der ‚ethische Standard‘ des Grundgesetzes ist vielmehr die Offenheit gegenüber dem Pluralismus weltanschaulich-religiöser Anschauungen angesichts eines Menschenbildes, das von der Würde des Menschen und der freien Entfaltung der Persönlichkeit in Selbstbestimmung und Eigenverantwortung bestimmt ist. In dieser Offenheit bewährt der freiheitliche Staat des Grundgesetzes seine religiöse und weltanschauliche Neutralität“ (BVerfG, Beschl. v. 17.12.1975 – 1 BvR 63/68, BVerfGE 41, 29 [50]). Später hat es ergänzt: „Die dem Staat gebotene religiös-weltanschauliche Neutralität ist … nicht als eine distanzierende im Sinne einer strikten Trennung von Staat und Kirche, sondern als eine offene und übergreifende, die Glaubensfreiheit für alle Bekenntnisse gleichermaßen fördernde Haltung zu verstehen“ (BVerfG, Urt. v. 24.09.2004 – 2 BvR 1436/02, BVerfGE 108, 282 [300]).
Dieses Konzept der Neutralität trägt das Forum Offene Religionspolitik schon in seinem Namen und ist ihm verpflichtet. Daher unterstütze ich das FOR gerne.“

Dr. Georg Neureither, Referatsleiter u.a. für Staatskirchenrecht und Kirchenrecht im Erzbischöflichen Ordinariat des Erzbistums Freiburg, Lehrbeauftragter für Staatskirchenrecht und Kirchenrecht an der Universität Heidelberg und Gründer des Informationsportals „Religion – Weltanschauung – Recht [ RWR ]“

Dr. Andreas Püttmann

Dr. Andreas Püttmann Beirat Forum Offene Religionspolitik

Dr. Andreas Püttmann, Politikwissenschafter, freier Publizist, römisch-katholisch, Vorstandsmitglied der „Gesellschaft katholischer Publizisten Deutschlands“

Prof. Dr. Richard Traunmüller

Prof. Dr. Richard Traunmüller Beirat Forum Offene Religionspolitik

Prof. Dr. Richard Traunmüller, Politikwissenschaftler