Meistgelesen beim Forum Offene Religionspolitik 2014

Welche Artikel auf www.offene-religionspolitik.de fanden in diesem Jahr das größte Interesse? Welche (erneute) Lektüre lohnt sich besonders? Wir haben ausgewertet:

Platz 1: Sieben Irrtümer über den militanten Salafismus

Die Debatten in Politik und Öffentlichkeit – an den Stammtischen so oder so – nehmen mitunter skurrile Formen an. Sven Speer ging auf sieben populäre Irrtümer ein, die in den aktuellen Diskussionen um islamistischen Terror und wie ihm zu begegnen ist alles andere als hilfreich sind. Am gefragtesten war 2014 also Aufklärung.

Platz 2: Steht die Trennung von Staat und Kirche im Grundgesetz?

Diese Frage bewegt offenbar viele Menschen in Deutschland. Sven Speer zeigte in dem Beitrag auf, dass das Grundgesetz keineswegs eine strikte Trennung vorschreibt, sondern vielmehr eine Öffnung des Staates und die Gleichbehandlung aller Religionen und Weltanschauungen. Das JuraForum hat ihn daraufhin eingeladen, um darüber in Münster zu referieren.

Platz 3: Politiker müssen Muslimen Grenzen aufzeigen? Wir müssen der Politik Grenzen aufzeigen!

Ein Beitrag, der angesichts der PEGIDA-Demonstrationen nicht aktueller sein könnte. Das Problem in Deutschland ist nicht, dass Muslime in Deutschland präsenter werden, sondern dass die Religionsfreiheit der Muslime in Deutschland nach wie vor sehr eingeschränkt ist, schrieb Sven Speer gegen die Auslassungen Monika Marons.

Platz 4: Khorchide als Luther? Religionshege und Fürstenreformation

Die konkrete Bevormundung von Muslimen durch den Staat machte Sven Speer am Beispiel der islamischen Theologie an deutschen Universitäten deutlich, bei denen viele Politiker einen (eigenen) Einfluss auf den Islam erhoffen und anstreben. Darüber sprach Speer auf Einladung des Instituts für Islamische Theologie dann in Osnabrück.

Platz 5: Interview mit Eldaring, einer heidnischen Gemeinschaft

FOR sprach mit dem Diplom-Physiker Andreas Mang, dem Vorsitzenden von Eldaring e.V. über die heidnisch-germanische Religion, die heute in Deutschland (wieder) gelebt wird. Künftig wird FOR häufiger kleine Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften vorstellen. Der Informationsbedarf scheint groß zu sein.

Platz 6: Abschaffung des staatskirchenrechtlichen Status’ der Körperschaft des öffentlichen Rechts?

Dr. Georg Neureither hat im Interview mit FOR ausgeführt, was sich hinter dem Titel einer Körperschaft des öffentlichen Rechts konkret verbirgt und ob er den Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften, die ihn führen, aberkannt werden kann oder nicht. Von Laizisten wird dies immer wieder gefordert.

Platz 7: Die unmögliche Trennung von Staat und Religion

Der Beitrag von Sven Speer ist inzwischen zwei Jahre alt und schafft es dennoch auch dieses Jahr in unsere TOP 10. Staaten beschreiten ganz unterschiedliche Wege, um sich vermeintlich von Religion zu trennen. Speer stellt heraus, dass alle von ihnen aber dennoch Religion beeinflussen. Ein Argument, das offenbar nach wie vor gefragt ist.

Platz 8: Grundrechte im Konflikt: Das Kölner Beschneidungsurteil

Auch der Beitrag von Hanna Fülling stammt von 2012. Auch wenn die Beschneidungsdebatte politisch vorerst beendet ist, scheint sie die Menschen weiter zu bewegen. Fülling mahnte vor allem an, dass sich alle Bürger an der Debatte beteiligen können müssen.

Platz 9: „Deutschland gehört zu den Staaten mit eher restriktivem Umgang mit religiösen Minderheiten“ – Interview mit Prof. Richard Traunmüller

Auf dem vorletzten Platz findet sich wieder ein Beitrag aus 2014 selbst. Der Politikwissenschaftler Richard Traunmüller spricht im Interview darüber, wie sich die deutsche Religionspolitik im internationalen Vergleich macht und ob die Offenheit von Religionspolitik bereits von der wissenschaftlichen Forschung erfasst wird.

Platz 10: Interview mit Peter Amsler zur Langen Nacht der Religionen 2014

Sonja Völker hat mit dem Initiator der Langen Nacht der Religionen in Berlin Peter Amsler darüber gesprochen, welche Bedeutung die Veranstaltung hat, an der sich jedes Jahr über 10.000 Menschen beteiligen. Auch das Forum Offene Religionspolitik hat sich dieses Jahr wieder mit einer Veranstaltung beteiligt: zur Rolle der Religion in der DDR.