Ausschreibung: Research Assistants

Das Forum Offene Religionspolitik e.V. (FOR) bietet ein einjähriges ideelles Stipendium zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses an. Die bis zu drei Research Assistants wirken an der Forschung des Vereins mit und werden von erfahrenen Mitgliedern betreut. Die Ausschreibung richtet sich an Masterstudierende mit hohem Interesse an der wissenschaftlichen Beschäftigung mit Religionspolitik.

Das FOR ist als gemeinnützig anerkannt und fördert die wissenschaftliche Erforschung von Religionspolitik. Ein tieferes Verständnis der Auswirkungen von Religionspolitik soll eine Gleichberechtigung aller Religionen und Weltanschauungen erleichtern. Wir begrüßen Bewerbungen von Studierenden aller Religionen und von nichtreligiösen Studierenden. Das Stipendium ist unvergütet und ortsunabhängig.

Als Research Assistant

  • unterstützen Sie die Erstellung wissenschaftlicher Publikationen u.a. durch Datenerhebungen und Mitautorschaften,
  • verfassen Sie eigene Namensartikel für das Forum Offene Religionspolitik und andere Medien,
  • organisieren Sie bei Interesse eine Tagung,
  • erstattet das Forum Offene Religionspolitik Ihre Reisekosten zu ausgewählten Veranstaltungen,
  • erhalten Sie ein Zeugnis, das Ihre Leistungen dokumentiert.

Voraussetzungen

  • Sie haben ein hohes Interesse am wissenschaftlichen Arbeiten,
  • Sie sind in einem Masterstudiengang eingeschrieben (Politik-, Religions-, Rechts- und Wirtschaftswissenschaften sowie Theologie sind ein Plus),
  • Sie gehen sicher mit Microsoft Word, Excel und PowerPoint um und haben idealerweise Kenntnisse in R und Citavi,
  • Sie verstehen englische wissenschaftliche Texte,
  • Sie haben im besten Fall Kenntnisse weiterer Fremdsprachen.

Bei Interesse senden Sie folgende Unterlagen bis zum 15. März 2017 an Sven W. Speer unter sven.speer@offene-religionspolitik.de:

  • tabellarischer Lebenslauf mit Referenzen
  • Motivationsschreiben (1 bis 2 Seiten)
  • Arbeitsprobe (bspw. Seminararbeit, Bachelorarbeit)

Dr. Georg Neureither in den Beirat des Forums Offene Religionspolitik berufen

Dr. Georg Neureither verstärkt ab sofort den Beirat des Forums Offene Religionspolitik. Der Jurist Neureither hat das Informationsportal „Religion-Weltanschauung-Recht“ gegründet, auf dem er über aktuelle Entwicklungen berichtet. Er ist darüber hinaus Referatsleiter u.a. für Staatskirchenrecht und Kirchenrecht im Erzbischöflichen Ordinariat des Erzbistums Freiburg und Lehrbeauftragter für Staatskirchenrecht und Kirchenrecht an der Universität Heidelberg. Publiziert hat er u.a. den Titel „Leitentscheidungen zum Religionsverfassungsrecht“ im Jahre 2014.

Weitere Informationen zu Dr. Georg Neureither finden Sie hier: http://religion-weltanschauung-recht.net/

Alle Mitglieder des Beirats finden Sie hier: http://offene-religionspolitik.de/ueber-for/beirat/

Forum Offene Religionspolitik beruft Beirat

Der Vorstand des Forums Offene Religionspolitik hat sechs Persönlichkeiten in den Beirat berufen, die die Arbeit des FOR teilweise schon seit Jahren begleiten. Sie alle haben sich durch ihre wissenschaftliche Tätigkeit, durch ihr künstlerisches, publizistisches oder politisches Wirken um die Ziele und Zwecke des Vereins besondere Verdienste erworben.

Darüber hinaus sichern die Beiratsmitglieder mit ihren vielfältigen religiösen, weltanschaulichen und politischen Hintergründen die Überkonfessionalität und die parteipolitische Unabhängigkeit des Forums Offene Religionspolitik.

Mitglieder des Beirats sind in alphabetischer Reihenfolge:

  • Dr. Michael Blume, Religionswissenschaftler, Blogger und Autor
  • Helmut Fink, Vorsitzender des Koordinierungsrats Säkularer Organisationen (KORSO)
  • Dr. Ralf Grünke, Politikwissenschaftler, kirchlicher Pressereferent
  • Eren Güvercin, freier Journalist und Publizist
  • Dr. Andreas Püttmann, Politikwissenschafter, freier Publizist, römisch-katholisch, Vorstandsmitglied der „Gesellschaft katholischer Publizisten Deutschlands“
  • Prof. Dr. Richard Traunmüller, Politikwissenschaftler

Mehr Informationen zu den einzelnen Mitgliedern des Beirats und warum sie die Arbeit des FOR unterstützen, finden Sie hier: http://offene-religionspolitik.de/ueber-for/beirat/

Bericht 2013-2015: Rückblick und Ausblick

Der Vorstand des Forums Offene Religionspolitik hat im Rahmen der Mitgliederversammlung am 30. August 2015 in Berlin Rechenschaft über seine Amtszeit seit 2013 abgelegt. Die hier aufgeführten Aktivitäten sind die Bilanz des Forums Offene Religionspolitik, das sich allein aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden finanziert. Die Mitglieder des Vorstands sind ehrenamtlich tätig. Für einzelne Veranstaltungen ist das FOR Kooperationen mit Stiftungen eingegangen.

Veranstaltungen 2013-2015

Eine wesentliche Neuerung gegenüber den ersten beiden Jahren des FOR sind die gemeinsam mit externen Partnern ausgerichteten Veranstaltungen. 2013 und 2014 hat sich FOR mit eigenen Veranstaltungen in Kooperation mit der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit an der Langen Nacht der Religionen in Berlin beteiligt, bei der zahlreiche Besucher und Journalisten zu Gast waren. 2013 haben wir das Thema „Offene Religionspolitik in der Praxis“ mit Vertretern des Koordinierungsrats säkularer Organisationen, der Alevitischen Gemeinde und der Alt-Katholiken diskutiert.

Podiumsdiskussion "Offene Religionspolitik in der Praxis" im Rahmen der Langen Nacht der Religionen 2013 in Berlin, v.l.n.r. Sven Speer (Forum Offene Religionspolitik), Melek Yildiz (Vorstand Alevitische Gemeinde in Deutschland e.V.), Alexander Fritsch (Vorsitzender Journalistenverband Berlin-Brandenburg JVBB, Moderation), Helmut Fink (Vorsitzender Koordinierungsrat säkularer Organisationen), Ulf-Martin Schmidt (Pfarrer und Vorsitzender des Kirchenvorstands der Alt-Katholiken in Berlin)

Podiumsdiskussion „Offene Religionspolitik in der Praxis“ im Rahmen der Langen Nacht der Religionen 2013 in Berlin, v.l.n.r. Sven Speer (Forum Offene Religionspolitik), Melek Yildiz (Vorstand Alevitische Gemeinde in Deutschland e.V.), Alexander Fritsch (Vorsitzender Journalistenverband Berlin-Brandenburg JVBB, Moderation), Helmut Fink (Vorsitzender Koordinierungsrat säkularer Organisationen), Ulf-Martin Schmidt (Pfarrer und Vorsitzender des Kirchenvorstands der Alt-Katholiken in Berlin)

2014 war Rainer Eppelmann, der Vorstandsvorsitzende der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, neben anderen unser Gast, um über „Die Rolle der Kirche in der DDR und in der friedlichen Revolution“ zu sprechen. In diesem Jahr hat FOR keine eigene Veranstaltung im Rahmen der Langen Nacht ausgerichtet, sondern eine Tour zu den Angeboten der Religionsgemeinschaften in Berlin durchgeführt die auf großen Zuspruch gestoßen ist.

Rainer Eppelmann, Pfarrer in der DDR und Vorstandsvorsitzender der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, berichtete von den Blues-Messen.

Rainer Eppelmann, Pfarrer in der DDR und Vorstandsvorsitzender der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, berichtete von den Blues-Messen.

Als weitere Veranstaltung haben wir gemeinsam mit der Naumann-Stiftung das Seminar „Religionspolitik in Deutschland – neue Vielfalt, neue Herausforderungen“ ausgerichtet, bei der wir zahlreiche Experten zu Religion und Religionspolitik als Referenten gewinnen konnten.

Podiumsdiskussionen und Vorträge 2013-2015

Wie bereits in den ersten beiden Jahren des FOR haben in den zurückliegenden zwei Jahren zahlreiche Institutionen Referenten von FOR für Veranstaltungen angefragt. So war FOR unter anderem mit Referentn vertreten bei der Jalsa Salana der Ahmadiyya Muslim Jamaat in Karlsruhe auf Einladung der Ahmadiyya Muslim Vereinigung der Politikwissenschaftler und Juristen gesprochen („Der Islam im freiheitlichen, säkularen Verfassungsstaat“), am Institut für Islamische Theologie der Universität Osnabrück („Integration oder Anerkennung? Deutsche Religionspolitik am Scheideweg“), beim Freiheitskongress des Magazins NovoArgumente („Spaltpilz Toleranz: Wie liberal dürfen wir sein?“) und beim Juraforum an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster („Gott und die Welt – Was passiert, wenn Religion auf Recht trifft?“).

Sven Speer at the Arab-European Dialogue Forum, Cairo

Sven Speer beim Arab-European Dialogue Forum in Kairo

Ein internationales Publikum fanden die Auftritte bei der Konferenz „The Role of Religion in Society and Politics in Europe and the Arab World“ in Kairo und die Podiumsdiskussion „Democracy and the Religious Challenge“ in Beirut. Auch in Deutschland sprachen FOR-Referenten vor internationalen Gästen, bspw. beim Besucherprogramm des Auswärtigen Amts zum Thema „United in Diversity – Religion and Tolerance in Germany“.

Veröffentlichungen 2013-2015

Zeitungen, Radio- und Fernsehsendungen sowie Onlinemagazine haben insgesamt 33mal über das Forum Offene Religionspolitik berichtet. Darunter fallen Berichte im Deutschlandfunk, bei Cicero online, katholisch.de, evangelisch.de, islam.de und diesseits.de. Beiträge über FOR wurden nicht nur auf Deutsch, sondern auch auf Englisch, Türkisch, Französisch und Norwegisch veröffentlicht.

Für zwei Sammelbände hat der der Vorsitzende Sven Speer Aufsätze verfasst: „The Role of Religion in Society and Politics in Europe, or: Three Myths of Secularity in Europe“ erschien auf Englisch und Arabisch in Ronald Meinardus (Hg.): Bridging the Gap – An Arab-European Dialogue on the Basics of Liberalism, Cairo 2014. „Offene Religionspolitik und Meinungsfreiheit“ erschien in: Gerárd Albert Bökenkamp (Hg.): Meinungsfreiheit und Religion, Berlin 2013.

Ausblick auf die Jahre 2015 bis 2017

Die Mitgliederversammlung hat am 30. August 2015 in Berlin routinemäßig den Vorstand neu gewählt. Dabei sind die bisherigen Vorstandsmitglieder Sven Speer (Vorsitz), Yvonne Försterling (stv. Vorsitzende) und Benjamin Stoffers (Schatzmeister) jeweils einstimmig im Amt bestätigt worden. Marcel Schiller und Sonja Völker (beide stv. Vorsitzende bis 2015) sind aus beruflichen Gründen nicht erneut zur Wahl angetreten.

Die in den vergangenen vier Jahren gewachsene Ausrichtung des Forums Offene Religionspolitik soll für die nächsten beiden Jahre fortgeführt werden, wie einmütig auf der Mitgliederversammlung festgestellt worden ist. Die Beiträge auf der Internetseite, die Vorträge und die Interviews haben sich bewährt. Die Organisation einer Route bei der Langen Nacht der Religionen in Berlin 2016 wird ebenso geplant wie eine Kooperationsveranstaltung zu Offener Religionspolitik. Weitere Schwerpunkte der Arbeit werden eine (noch) stärkere Internationalisierung des FOR sein und die Erstellung von Publikationen mit wissenschaftlichem Anspruch. Für alle Bereiche sollen mehr Mitglieder geworben werden – über alle religiös-weltanschaulichen und parteipolitischen Unterschiede hinweg.